Wozu eine neue Partei?


... und warum eine neue christliche Partei?


Zu Ihren Bedenken: »Was soll das bringen? Es gibt doch schon christliche Parteien. Die christlichen Parteien haben doch die vielen Ungerechtigkeiten der Gegenwart mit herbeigeführt!«


Das ist nicht von der Hand zu weisen. Die mitregierenden Parteien — auch wenn sie sich »christlich« nennen — ließen jedoch, und in letzter Zeit mit zunehmender Tendenz — in weiten Teilen ihrer Entscheidungen eine christlich geprägte Grundeinstellung vermissen. Wie sonst hätten die unzähligen auf diesen Seiten angesprochenen Ungerechtigkeiten und im besonderen auch die unzähligen moralischen Verfehlungen vieler ihrer leitenden Persönlichkeiten entstehen können? Die negativen Beispiele vieler Volksvorbilder aus Wirtschaft und Politik untergraben beständig die Moral des gesamten Volkes.

Unsere Gesellschaft wird immer mehr gespalten in verschwenderische Luxus- und Lotterleben auf der einen, und Leben unter ständigem Überlebenskampf und unter dem Druck permanenter Existenzängste auf der anderen Seite. Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich geradezu explosionsartig vergrößert. Die Auswüchse sind antisozial und gefährden letztendlich die Demokratie.

Die Herrschaften, die gegenwärtig über unser Wohl und Weh bestimmen, haben den Bezug zur durchschnittlichen Lebenssituation in diesem Lande verloren, sie leben quasi in einer anderen Welt und leugnen die miserable Lebenssituation der Menschen mit unteren und mittleren Einkommen. Die auf den oberen Ebenen tätigen Entscheidungsträger haben sich in ihrer Gesamtheit zu sehr dem Zeitgeist Mammon unterworfen und sind ihrem verfassungsgemäßen Auftrag: zum Wohle des deutschen Volkes mit (aller) Kraft zu wirken, zu oft nicht gerecht geworden. Die Aufrechten unter den Eliten wurden angepasst, beigebogen, oft genug auch mundtot gemacht. Ihre Kraft ist gebrochen, sie setzen sich nur 60 Jahre nach der letzten Volkskatastrophe nicht mehr durch. Man hat den Eindruck, das »Wohl des Volkes« ist nur noch eine Phrase. Es dient oft nur als Vorwand, nur als Sprungbrett, um möglichst schnell an fette Kohle zu kommen oder persönliche Profilierungs- und Machtansprüche zu befriedigen. Gerade bei den Menschen mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn, ist das Vertrauen in die Leitfiguren dieses Landes dahin.

Die etablierten Parteien haben keine Antworten auf den verbreiteten, fahrlässig herbeigeführten Vertrauensverlust, auf den Politikverdruss in unserem Land. Wenn fast die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger nicht (mehr) zur Wahl gehen, wird das System einer zukunftsfähigen, besseren Demokratie nicht mehr gerecht. Irgendwann gehen nur noch die Berufspolitiker und ihre Erfüllungsgehilfen zur Wahl, wählen sich selbst und ihren Clan und das Volk schaut zu? Das kann ja nicht die Erfüllung des Amtseides zum Wohle des Volkes und der Sinn einer Demokratie sein? Es ist jedoch nicht nur die Pflicht der politischen Führung, dieses Land und auch die Weltgesellschaft voran zu bringen, sondern prinzipiell ist jeder Mensch aus seiner humanitären Verantwortung heraus gefordert bestmöglich an zukunftsträchtigen Gesellschaftsordnungen mitzuarbeiten. Ohne die vielen in guter Absicht Tätigen verletzen zu wollen, habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass zu viele Mitglieder politischer Gremien sich zuvorderst aus persönlich-wirtschaftlichen Gründen engagieren.

Die Hauptantriebskraft eines friedlichen, freundlichen und gleichberechtigten Miteinanders beruht jedoch auf der menschlichen Nächstenliebe. Sie ist das höchste humanitäre und vorderste christliche Prinzip. Unser angeborener Drang, dafür zu sorgen dass es nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Verwandten und Bekannten gut geht und unsere Vorsorge für die Zukunft der Nachfolgenden hält die Gesellschaft zusammen. Die Liebe der einzelnen Menschen untereinander verbindet und führt in die Zukunft, da irgendwie und letztendlich alle Menschen dieser Erde über alle politischen oder geografischen Grenzen hinweg miteinander verwandt sind. Etwas deshalb zu tun, damit es Mitmenschen nicht schlechter geht als einem selbst, sie teilhaben zu lassen an Glück und Erfolg, Schwächeren zur Seite zu stehen, für Gleichberechtigung und Gleichbehandlung zu sorgen, mögliche Gefahren für sich selbst und andere zu erkennen und abzuwehren, Schwächere zu schützen, usw. ist eine menschliche Grundhaltung. Gutes für andere zu tun erzeugt Selbstachtung und Würde und diese Triebfeder menschlichen Handelns ist christliche Prämisse. Sie ist verankert auch in anderen Religionen und den Verfassungen vieler Staaten. Die eindeutig klaren göttlichen Zehn Gebote für die Christen haben unzählige weltliche, auf den göttlichen Regeln aufbauende, Gesetzeswerke zivilisierter Staaten hervor gebracht. Die christlichen Wertansätze und Lebensregen sind also nicht mehr nur christliche Attribute, sondern auch verfassungsgemäße Leitlinien der meisten zivilisierten Gesellschaften der Erde. Insofern ist die bewusste christliche Ausrichtung einer Partei oder Organisation ein Bekenntnis dafür, unter Einhaltung der guten Wertansätze positiv für die Weiterentwicklung des Zusammenlebens der Mitmenschen zu wirken. Denn die gegenwärtige Politik hat ihre ehernen Ziele und Versprechen unter dem Druck der Geldmacht weitgehend aus den Augen verloren und selbst die C-Parteien entscheiden, als hätten sie von obersten christlichen Prinzipien noch nie etwas gehört.

Die Menschen sind nicht alle gleich konstruiert, sondern außergewöhnlich individuell geformt, gebildet und kultirisiert, was das Zusammenleben nicht gerade einfach macht. Es bedarf permanenter Bemühungen damit sich die Menschheit friedlich und gedeihlich weiter entwickelt. Leider gibt es natürlich begründete Benachteiligungen in vielfältigster Form. Kein Mensch kann etwas dafür, arm geboren, nicht körperlich oder geistig voll belastbar zu sein, eine Behinderung zu haben, nicht hübsch oder wohlgeformt, alt oder krank zu sein. Doch dieses »Anderssein« hat seinen (christlichen? humanitären?) Hintergrund: Für die »Normalen« bedeutet es Toleranz zu lernen, Demut, Zufriedenheit und Dankbarkeit zu erfahren. Für die Schwächeren bedeutet es Anerkennung zu finden, keine Angst haben zu müssen, sich bei Bedarf auf andere verlassen und stützen zu können. All dies unterscheidet den Mensch vom Tier und sein ausgeprägtes Sozialverhalten und die Einhaltung der auf den christlichen Geboten ruhenden Lebensregeln hat den Menschen zur erfolgreichsten Spezies der Erde werden lassen. Seine weit über andere Spezies herausragende Intelligenz, sein Erfindungsgeist und seine Kommunikationsfähigkeit, auch in Verbindung mit seinem Mitgefühl und seiner Solidarität, hat in geradezu atemberaubend kurzer Zeit die Erde radikal verändert. Leider nicht immer zum Guten. Viele Anführer der Menschen waren aus einem besonderer Schlag, der es — meist getrieben von besonderen Macht- und Besitzansprüchen — verstand, andere Menschen zu manipulieren und für eigene Zwecke zu missbrauchen. Unzählige von solchen Leitfiguren (Heuchler und »Wölfe im Schafspelz«) herbeigeführte Rückschläge in Leid und Elend haben die Menschheit erkennen lassen, dass bessere Wege in die Zukunft gefunden werden müssen. Unzählige Blutvergießen haben den Menschen gelehrt und reifen lassen. Man hat erkannt, dass es mit Moral und Anstand besser geht.

Die auf Nächstenliebe begründete soziale Verantwortung lässt ein friedliches und freundliches Klima gegenseitiger Anerkennung und respektvollen Verständnisses entstehen. Der bescheidene und gütige Intellekt ist in der Lage zu vermitteln, fruchtbare Kompromisse für ein angenehmeres Leben für alle Mitmenschen und Mitgeschöpfe zu suchen und mit vorwiegend friedlichen Mitteln zu erstreiten. Dazu muss man nicht zwangsläufig ein bekennender Christ sein. Wenn man aus einer humanitären Überzeugung heraus, oder einfach auch »nur so«, weil man eine besonders gute Erziehung erfahren durfte und so mit seinem Leben den christlichen Werten nahe kommt, verhält man sich christlich, ob man will oder nicht. Auch ein Atheist, der sich für andere einsetzt, die weltlichen Gesetze einhält, nach humanitären Besserungen strebt, erfüllt christliche Wertansätze und verhält sich durchaus christlich, obwohl er das bewusst eigentlich gar nicht will.

Leider gibt es den gezielten Missbrauch und die Ausnutzung der Guten und Friedfertigen in den letzten Jahrzehnten wieder sehr verstärkt. Das Schlechte der Welt geht einher mit der Abkehr von den christlichen Werten. In gewissem Grad wird antisoziales, unchristliches Verhalten auch in näherer Zukunft nicht zu verhindern sein, aber man könnte es immer weiter minimieren, wenn man an christlichen Wertansätzen festhält und mit gutem Beispiel Zeichen setzt.

Unsere Organisation soll sich »christlich« nennen, als äußeres Zeichen für all die guten Werte, die unsere Gesellschaft aufgebaut haben und positiv weiterentwickeln wird. Gleichzeitig symbolisiert unsere christliche Grundausrichtung Offenheit nach allen Seiten. Es gibt keinerlei Ausgrenzung oder Vorverurteilung. Wir wollen verbinden und positive Veränderungen für ein besseres Zusammenleben der Menschen erwirken. Das geht nur auf christlich fundierter Ethik.

Politische Veränderungen kann man allerdings in unserer rückständigen parlamentarischen Demokratie nur als starke Organisation herbei führen. Man benötigt in unserer reizüberfluteten Zeit ständig wirksame Präsenz in den Medien und eine breite Mitgliederbasis, um eine Regierungsbeteiligung zu erreichen. Man kann darüber streiten, ob der Status einer Partei notwendig ist, um in diesem Land ein neues politisches Bewusstsein zu erzeugen. Wenn man über Millionenetats verfügen könnte, wäre sicher auch für charismatische Einzelpersonen einiges möglich, (hoffentlich nicht mehr in die falsche Richtung). Unter den gegebenen Umständen sehe ich aber keine andere Möglichkeit als eine Partei zu gründen, um mit den derzeit gültigen demokratischen Mitteln und Mehrheiten das Ziel zu erreichen. Eine neue Ethik in Wirtschaft und Politik ist überfällig und eine neue gesellschaftliche Weichenstellung unumgänglich.

Eine Kooperation mit ähnlich ausgerichteten Parteien und Organisationen und die Vereinigung aller ähnlich anständig Denkenden und Handelnden unter ein Dach wäre dabei nicht nur sehr empfehlenswert, sondern wird wohl auch erforderlich sein.

Besonders allen Nichtwählerinnen, Nichtwählern und Nichtmehrwählerinnen und Nichtmehrwählern möchte ich eine neue, eine saubere Plattform bieten. Sicher suchen auch viele enttäuschte ehemalige Parteimitglieder der großen Volksparteien nach einer ehrlicheren Alternative. Ganz besonders möchte ich auch die Jugend und Erstwähler/Innen ansprechen.

Bekanntlich laufen den großen Parteien aufgrund vieler fragwürdiger Entscheidungen, leerer Versprechungen, sowie unakzeptabler Verhaltensweisen ihrer Großkopfeten die Mitglieder in Scharen davon. Und eine fragwürdige Linke mit sicher etlichen Altkommunisten und Stasigrößen in den Reihen und unter Multimillionärsführung ist auch nicht gerade besonders vertrauenserweckend, auch dann nicht, wenn sie derzeit mangels annehmbarer Alternativen außerordentlich profitiert.

Also lasst uns eine neue Partei gründen, auch wenn eines der Hauptziele die Umwandlung der Parteienmacht in mehr Selbstbestimmung des Volkes ist, die letztendlich Parteien überflüssig machen soll.

Oder wollt ihr weiterhin zusehen wie das Volk von schamlosen Eliten ausgeplündert wird und in weiten Teilen moralisch verkommt? Ständig muss ich völlig verdorbene, unglaublich pervertierte Texte aus Forum und Gästebuch entfernen. Es war für mich schockierend festzustellen, wie weit gewisse Teile des Volkes moralisch abgesunken und verkommen sind.

Auch die außenpolitischen Probleme wie z. B das Zusammenbrechen unmoralisch agierender Kapitalmärkte, die Verhärtung der Ost-West-Beziehungen, die Misshandlung Afrikas, schwindende Energiereserven, Nah-Ost-Konflikte, usw. bedürfen der wohlgesonnenen Bearbeitung unter christlich-humanitären Leitbildern, sonst sind globale Katastrophen vorhersehbar und unausweichlich.

Man kann es drehen und wenden wie man will, wer nachdenkt, wird feststellen, dass es die christliche Anleitung ist, die ein friedliches und gedeihliches Miteinander der Menschheit garantiert. Die gegenwärtig in vielen Bereichen pervertierenden Auswüchse bedürfen dringlich der Regulation. Für mehr Ehrlichkeit, Anstand und Moral in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik: CGS.

Lasst Euch nicht entmutigen! Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Packen wir es an!

Helmut Siebert